Plastikfrei Teil 1: In der Küche

Heute möchte ich eine kleine Reihe mit der Überschrift „Plastikfrei in / im …“ beginnen. Konkret geht es im ersten Teil um die Küche und hier besonders um trockene Lebensmittel, die zur Lagerung nicht gekühlt werden müssen.

Wir kaufen den Großteil genau dieser Lebensmittel, wie z. B. Linsen, Haferflocken, Nudeln, Kichererbsen, Müsli, Sonnenblumenkerne, etc. im Unverpackt Laden – und das jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren.

Anfangs war es noch umständlich, denn der nächste Unverpackt Laden war 45 km von unserem Wohnort entfernt. Wenn wir jemandem erzählten, dass wir die Einkäufe dieser Lebensmittel dort erledigen, wurden wir meist damit konfrontiert, dass man da ja viel Benzin benötigt, was ja auch nicht besonders umweltfreundlich wäre. Nur dass wir im Unterschied zu früher einmal pro Quartal einen Großeinkauf im Unverpackt Laden gemacht haben. Weitere Einkäufe in Supermärkten in der Nähe sind damit weg gefallen.

Wir haben uns außerdem mit dem Gedanken angefreundet, dass nicht alles sofort wieder aufgefüllt werden muss, wenn es aufgebraucht ist. Waren Sonnenblumenkerne leer, gab es eben bis zum nächsten Einkauf keine mehr. Und wir finden, dass genau das „ständig verfügbare“ dahin umschlägt, dass man „mal eben“ noch beim Supermarkt vorbei fährt und „schnell was“ einkauft. Wie viele Kilometer werden dafür gefahren und sind diese in der Summe dann immer noch weniger, als einmal die weitere Strecke pro Quartal in Kauf zu nehmen?

Mittlerweile hat sich das alles jedoch entspannt, denn die Strecke zum Unverpackt Laden hat sich auf 20 km verkürzt und so sind wir in der Lage die folgenden Lebensmittel dort ohne Verpackung zu kaufen:

  • Zucker
  • Klare Suppe
  • Knoblauchpulver
  • Ingwerpulver
  • Kurkuma
  • Oregano
  • Majoran
  • Paprika edelsüß
  • Pizzakräuter
  • Kreuzkümmel
  • Backhefe
  • Backpulver
  • Speisestärke
  • Bulgur
  • Cous-Cous
  • Polenta
  • Leinsaat
  • Mandeln
  • Sesam
  • Sonnenblumenkerne
  • Cashewkerne
  • Müsli
  • Haferflocken
  • Rosinen
  • Kichererbsen
  • Dunkle Linsen
  • Rote Linsen
  • Bruchschokolade
  • Gummibären ohne Gelatine
  • Basmatireis
  • Nudeln, wie z. B. Spaghetti, Penne, „Röhrla“
  • Verschiedene Tees

Das ist eine lange Liste an Lebensmitteln, die wir im Unverpackt Laden in unsere mitgebrachten Gläser und Baumwollbeutel abfüllen können. Angeordnet sieht das ganze dann auch noch recht ansehnlich aus.

Ein Teil des Vorrats von links nach rechts: Müsli, Zucker, Dunkle Linsen, Kurkuma, Kichererbsen, Cashewkerne, Rote Linsen, Mandeln, Haferflocken, Rosinen, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Polenta.

So können Lebensmittel ohne Verpackungsmüll eingekauft und gelagert werden.

Es gibt natürlich darüber hinaus noch Lebensmittel, die wir verpackt kaufen, aber nur, wenn die Verpackung aus Papier und / oder Cellophan besteht, wie z. B. bei Mehl, Salz oder Reis. Hier achten wir auf Bio und faire Bedingungen und kaufen z. B. Demeter-Mehl oder Lebensmittel der Firmen Rapunzel oder Sonnentor.

Mit dieser Umstellung auf unverpackte Lebensmittel konnten wir unseren Inhalt im Gelben Sack reduzieren, so dass wir im Moment noch maximal einen halben Sack pro Monat füllen. Es fällt uns u. a. noch bei Dingen schwer, die wir vor allem der Kinder wegen kaufen, wie z. B. Verpackungen von Salzstangen, Salzbrezeln, Süßigkeiten und Schupfnudeln. Auch Tofu kaufen wir verpackt, da es bei uns in der Nähe leider kein Angebot für unverpackten, frischen Tofu gibt, im Gegensatz zu z. B. Nürnberg (http://www.sojahaus-setia.de/).

Auch Nudeln lassen sich in Baumwollbeuteln prima einkaufen und lagern.

Ich hoffe man sieht, dass es mit gewisser Anstrengung gelingt, Plastik in der Küche zu vermeiden. Auch wenn wir (noch) nicht zu 100 Prozent plastikfrei sind, so empfinden wir doch eine gewisse Zufriedenheit, wenn wir unseren „einen“ Gelben Sack nur alle zwei oder drei Monate vor die Haustüre stellen müssen.

Über den Einkauf im Unverpackt Laden und über andere Produkte, die wir dort noch kaufen, lest ihr in den folgenden Teilen dieser Serie.