Fingerfood Falafel. Tierfrei, plastikfrei, lecker!

Die Einladung zu einer Hochzeit hat den Wunsch des Brautpaares nach sich gezogen, etwas Fingerfood zum Buffet für den Sektempfang beizusteuern. Machen wir doch gerne, und dann am liebsten aus hochwertigen Bio-Zutaten, frisch und selbst zubereitet. Da wir auch gerne Alternativen zu Herkömmlichem aufzeigen, wollten wir ohne tierische Produkte auskommen.  Es sollte etwas ganz ohne Fleisch, Käse, Quark, Butter oder Joghurt sein.

Nach kurzem Überlegen waren wir uns einig, dass es Falafel mit einem Dip werden sollte. Die Wahl für den Dip fiel auf eine Abwandlung einer Chili-Sauce aus dem Buch Bosh! einfach – aufregend – vegan. Wie sich während der Planung und Umsetzung gezeigt hat, konnten wir die gesamte Herstellung und anschließende Präsentation neben tierfrei auch plastikfrei gestalten.

Sehr gute Zutaten ergeben ein leckeres Ergebnis

Alle trockenen Rohprodukte sind entweder vom Unverpackt Laden (Kichererbsen, Kreuzkümmel, Kurkuma, Zucker, Backpulver, Speisestärke) oder in Papier verpackt (Mehl, Salz). Wasser kommt aus der Leitung und der Essig kommt in einer Pfand-Glasflasche daher. Wer jetzt mega-kritisch sein möchte, könnte das Innere des Deckels der Essigflasche auf Plastikanteile analysieren. Wer aber auch ein Haar in der Suppe finden möchte, wird eines finden. Ich suche erst gar nicht und freue mich lieber über die Pepperoni aus dem eigenen Garten, und dass Limette, Petersilie, Zwiebel, Paprika und Tomaten vom Markt bzw. offen aus dem Bio-Supermarkt sind. Die Tomatensauce ist unsere eigene, die wir erst kürzlich eingekocht haben. Die Knoblauchzehen sind auch selbst in Essig eingelegt und dadurch länger haltbar gemacht.

Dekoriert haben wir das ganze in Gläsern unter Verwendung eines ganz normalen Zahnstochers. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass dieser aus Holz ist.

Kochen mit frischen Zutaten spart Verpackungsmüll

Wir haben uns riesig darüber gefreut, dass weder beim Kochen noch beim Verzehren sonderlich viel Müll angefallen ist. Das gelang hauptsächlich dadurch, dass wir komplett ohne Fertigprodukte ausgekommen sind, sondern (vom Essig mal abgesehen) rein aus Rohprodukten etwas leckeres gekocht haben. Beflügelt davon, werden wir uns sicherlich auch beim nächsten Wunsch nach Fingerfood bemühen, so wenig Müll wie möglich zu erzeugen.

Wie das Ganze ausgesehen hat, möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten, und so präsentiere ich hier das Ergebnis: „Falafel auf Chili-Dip mit Tomate und Basilikum“.

Von oben betrachtet und wunderschön anzusehen: Chili-Dip, Tomate, Fallapfel, Basilikum

Und für alle, die Lust auf Kochen bekommen haben, hier die Rezepte.

Falafel

Zutaten:

  • 250 g getrocknete Kichererbsen über Nacht in Wasser eingeweicht (keine Kichererbsen aus der Dose verwenden)
  • 1 Bund Petersilie grob geschnitten
  • 1 Stck. Zwiebel geviertelt
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 0,07 l Wasser
  • 3 EL Mehl
  • 2 Stck. Knoblauchzehen
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 EL Kurkuma
  • 2 Msp. Chilipulver
  • 1/2 EL Salz
  • Öl zum Frittieren bzw. Braten

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf das Mehl und das Wasser im Mixer bei mittlerer Stufe 15 bis 20 Sekunden zerkleinern. Bei Verwendung des Thermomix ist das Stufe 6.

Wasser und Mehl dazu geben und ca. 15 Sekunden bei mittlerer Stufe mixen. Beim Thermomix ist das Stufe 4.

Bällchen formen und im heißen Öl frittieren, oder Bratlinge formen und in der Pfanne braten.

Chili-Sauce

Zutaten:

  • 2 rote Paprika
  • 1 frische Pepperoni
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 ml Apfelessig
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Limette
  • 1/2 TL Salz
  • Nach Belieben Tomatensauce bzw. passierte Tomaten

Zubereitung:

Paprika halbieren, putzen und klein schneiden. Pepperoni halbieren, putzen, Kerne entfernen und klein schneiden. Knoblauchzehen schälen. Alles im Mixer oder mit dem Stabiler zusammen mit dem Essig und dem Zucker zu einer glatten Masse verarbeiten.

Masse in einen kleinen Topf geben und aufkochen. Dann bei mittlerer Hitze 5 Minuten köcheln lassen.

Speisestärke in einer Tasse mit 2 Teelöffeln Wasser glattrühren (es dürfen keine Klümpchen darin sein). In den Topf geben und Sauce weitere 2 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen.

Um die Schärfe etwas zu regulieren, nach Belieben Tomatensauce bzw. passierte Tomaten hinzugeben, aufkochen und einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Limette halbieren und auspressen, den Saft zur Sauce hinzufügen, und mit Salz abschmecken. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Viel Vergnügen beim Nachkochen und Guten Appetit.