Plastikfrei Teil 3: Einfrieren ohne Plastik

Brot, Hefezopf oder Brötchen kaufen wir ja schon lange beim Bäcker und ohne Papiertüte. Entweder wird alles in unseren Weidenkorb gepackt, oder wir benutzen eine Baumwolltasche, die wir immer dabei haben. Die Verkäuferinnen in der Bäckerei wissen das mittlerweile. Schon klar, dass wir schon komisch angeschaut wurden, als wir speziell nach einer Papiertüte verlangt haben. Der Grund ist einfach: Brot lässt sich prima in Papier einfrieren.

Brot oder Hefezopf einfrieren ist für uns wichtig. Egal ob bei Gekauftem oder selbst Gebackenem. Wir kaufen oder backen immer auf Vorrat, teilen die Brote in entsprechend große Teile, die wir in zwei, drei Tagen verbrauchen, und packen diese dann in die Gefriertruhe. Das geht auch mit Brot vom Vortag noch gut, so dass wir auch da gerne zugreifen, wenn es beim Bäcker welches gibt.

Randnotiz: Beim Hefezopf geht das meist nicht, da die Bäcker halbe Hefezöpfe oder die vom Vortag in Plastiktüte verpacken. Die Tüte dann weg machen, dass nicht wir, sondern der Bäcker sie wegwirft, ist für uns nicht Sinn der Sache. Daher muss der Hefezopf immer als Ganzes und frisch gekauft werden.

Papiertüten ersetzen Gefrierbeutel

Früher haben wir Brot oder Brötchen immer in Gefrierbeutel aus Plastik eingefroren. Das mit den Papiertüten haben wir dann einfach ausprobiert. Dabei nehmen wir die zerteilten Brotstücke und packen diese in eine Tüte aus Papier. Das offene Ende wird einmal um das Brot gewickelt und mit einem Gummi fixiert. Danach geht’s ab in die Gefriertruhe.

Wir holen die Brote bei Bedarf aus der Truhe und lassen sie bei Zimmertemperatur auftauen. Nach unserer Erfahrung macht es keinen Unterschied für die Konsistenz und den Geschmack, ob die Brote in Papier oder Gefrierbeutel eingefroren waren. Das liegt aber vielleicht daran, dass wir die Brote nicht länger als zwei bis drei, maximal vier Wochen in der Gefriertruhe haben.

Die Papiertüte, in der ein Brot eingefroren war, verwenden wir weiter, bis sie wirklich nicht mehr dazu in der Lage ist, eine schützende Hülle um das Brot zu sein. Das haben wir bei den Gefrierbeuteln auch schon so gehandhabt und diese zig mal verwendet. Mit den Papiertüten fühlen wir uns jedoch wohler, denn mir scheint das, was die Papiertüten absondern nicht so schädlich zu sein, als das was die Plastiktüte von sich gibt.

Fast alles andere kann im Glas eingefroren werden

Suppe, Soßen, Linsen- oder Kichererbseneintopf, aber auch Köttbullar aus Haferflocken oder Falafelbällchen, lassen sich wunderbar in Gläsern einfrieren. Wir verwenden entweder Schraubgläser oder Weckgläser mit Gummi. Bei Flüssigkeiten muss man aufpassen, dass diese nicht zu voll gemacht werden, da sich der Inhalt beim Einfrieren ausdehnt.

Auch rohe Zutaten, wie z. B. Zuckerschoten, Johannisbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren frieren wir in Gläsern ein. Die aufgetauten Beeren kommen morgens ins Müsli und die Kinder holen sich ab und zu gefrorene Beeren zum Naschen. Auch hier gilt, dass es keinen Unterschied macht, ob Glas oder Gefrierbeutel. Und auch hier lassen wir die Sachen nicht länger als ein halbes Jahr eingefroren.

Wir haben noch einen Rest Gefrierbeutel in der Schublade, die wir in Ausnahmefällen noch verwenden. Zum Beispiel fehlt uns für Pfannkuchen das passende Glasgefäß und in Papier haben wir es noch probiert. Bevor wir aber die Gefrierbeutel unbenutzt wegwerfen, verbrauchen wir sie eben. Wenn sie dann mal aufgebraucht sind, werden wir sehen, welche Lösung uns dann einfallen wird.

Und was ist mit Tiefkühlprodukten?

Wir kaufen generell nicht sehr viele Tiefkühlprodukte und wenn, dann achten wir auf Bio-Qualität und darauf, dass sie in Karton verpackt sind. Erbsen gibt es z. B. von Demeter in einer Kartonschachtel. Im Urlaub sind wir beim Besuch eines Hofladens auf vegetarische Spinat-Bratlinge gestoßen, die ebenfalls Demeter und im Karton verpackt sind.

Einzig beim Eis konnten wir unseren Plastikmüll noch nicht reduzieren. Es gibt zwar gutes und fair produziertes Eis im Karton, das auch noch regional ist, aber Eis am Stiel ist uns ohne Plastik drumherum noch nicht über den Weg gelaufen. So greifen wir hier (leider) noch auf einen der Eis-Bringdienste zurück. Wir wissen zwar nicht genau wo es herkommt und wie es produziert ist, aber wenigstens machen wir zuhause einen Bogen um Schöller (Nestlé) und Langnese (Unilever). Für uns ist das im Moment noch in Ordnung so.