Haarwachs – Selbst gemacht aus zwei Zutaten

Unser sieben-jähriger Sohn hat Gefallen daran gefunden, seine Haare etwas zu stylen. Er meinte, dass er dazu Haarwachs brauche. Nun sind die ersten beiden Gedanken bei „neuen“ Produkten im Bereich Körperpflege / Bad bei uns schon seit Längerem: Braucht man es wirklich? Und wenn ja, kann man es selber machen? Aus welcher Sicht man es betrachtet (Kind oder Eltern) könnte man über die erste Frage sicherlich diskutieren. Da sich Haarwachs aber ganz einfach herstellen lässt, haben wir das in diesem Fall prompt ausprobiert.

Nun, da die Notwendigkeit von Haarwachs geklärt war, stellte sich die Frage, ob es sich aus Zutaten herstellen lässt, die wir sowieso zuhause haben. Wenn dies der Fall ist, ist es nur eine Frage des Aufwands für die Herstellung. Müssen extra Sachen gekauft werden, muss man schon abwägen, bis zu welchem Punkt es sich dann lohnt, etwas selbst herzustellen. In diesem Falle hatten wir die Zutaten im Haus. Spaß am Experimentieren hat sowieso die ganze Familie. Also stand der Produktion von Haarwachs nichts im Wege.

Rezept: Haarwachs aus Kokosöl und Bienenwachs

Die Herstellung ist ganz einfach. Man nehme ca. 20 g Kokosöl und ca. 4 g Bienenwachs. Das von uns verwendete Kokosöl ist von Rapunzel Naturkost, das Bienenwachs kommt von Bienenwachsplatten, die für das Herstellen von Kerzen verwendet werden.

Wir haben zunächst einen kleinen Topf fingerbreit mit Wasser gefüllt und ein kleines Schraubglas (ohne Deckel) hinein gestellt. In das Schraubglas kommen Kokosöl und Bienenwachs. Auf dem Herd wird das Ganze vorsichtig erhitzt, bis Öl und Wachs geschmolzen sind.

Zur Probe, ob das fertig abgekühlte Haarwachs die richtige Konsistenz haben wird, nimmt man eine kleine Probe mit einem Löffel heraus und lässt es auf einem kalten Teller abkühlen. Ist man noch nicht ganz zufrieden, kann entweder mehr Öl oder mehr Wachs hinzugefügt werden. Wer mag, kann noch ein paar Tropfen ätherische Öle hinzufügen. Unser Haarwachs riecht zum Beispiel jetzt nach Zitrone und Pfefferminze.

Wir haben das noch flüssige Haarwachs (Vorsicht, falls das Glas im Wasserbad heiß ist!) dann noch in ein kleineres Glas umgefüllt.  Es ist  darin abgekühlt und festgeworden. Das schöne an diesem Experiment ist natürlich, dass es so einfach umzusetzen war und das Ergebnis jeden Morgen mit Freude verwendet wird.