Das Naturwender-ABC – Teil 1

Beim Spiel „Stadt, Land, Fluss“ überlegen wir uns gerne mal, welche Kategorien denn außer denen, die dem Spiel den Namen geben, auch noch interessant wären. Für alle, die es mal mit „Nachhaltigkeit“ probieren wollen: Hier kommen ein paar Anregungen von uns.

Anfangen: Nachhaltiger leben ist gar nicht so schwer. Wichtig ist, dass man damit anfängt. Es gibt viele Bereiche und es empfiehlt sich, einfach mal mit Kleinen Schritten zu beginnen.

Baumwolltasche: Ob beim Bäcker oder auf dem Wochenmarkt, ein Baumwolltasche ist wohl das wichtigste Utensil für den nachhaltigen Einkauf. Am besten immer eine dabei haben.

Cellophan: Oder auch Zellophan genannt, ist ein biologisch abbaubarer Kunststoff aus nachwachsenden Holzfasern (Cellulose). Dass es auch ohne Kunststoffe aus fossilen Zutaten geht, zeigt die Firma Sonnentor.

Demeter: Die lebendige Kreislaufwirtschaft des Demeter Bioverbandes gilt als die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung. Damit geht Demeter weit über die Vorgaben der EU-Bio-Verordnung hinaus, so dass es sich lohnt, verstärkt auf Demeter-Produkte zurückzugreifen.

Energiesparen: Zum nachhaltigen Leben gehört auch, den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren. Das gelingt, wenn man unbenutzte Geräte ausschaltet oder aussteckt, wenn diese nur in Stand-By-Modus wechseln können. Hilfreich sind Zwischenstecker mit Schalter. Ist der Schalter aus, wird kein Strom verbraucht.

Fair Trade: Das Fair Trade Siegel kennzeichnet Produkte, die soziale, ökologische und ökonomische Kriterien bei der Herstellung berücksichtigt. Durch den Kauf von Fair Trade Produkten fördert man menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern, und sorgt für bessere Preise für Kleinbauernfamilien.

GOTS: Kleidung, die nach dem Global Organic Textile Standard zertifiziert ist garantiert die Einhaltung von Umweltkriterien und sozialen Kriterien. Für die Gesundheit der Produzenten und die Umwelt sollte bevorzugt zu GOTS zertifizierter Kleidung gegriffen werden.

Hausgemacht: Industrielle Lebensmittel enthalten oft Zutaten, die nur dazu da sind, Lebensmittel aufzupeppen, die keinen oder wenig eigenen Geschmack haben. Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Süßstoffe, Geschmacksverstärker – alles nicht notwendig, wenn man Dinge selber herstellt. Hausgemacht schmeckt einfach besser.

Internet: Das Internet ist eine wunderbare Informationsquelle für nachhaltige Lebensweise. Zahlreiche Blogs informieren über Bezugsquellen, Lebensstil und Rezepte. Der Online-Handel ist die Kehrseite der Medaille. Hier wird unheimlich viel Verkehr und Müll erzeugt. Ausgewogenheit im Handeln ist hier das Stichwort für nachhaltigen Konsum.

Jeans: Jeans und konventionelle Kleidung allgemein werden oft unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen, unfairem Handel und Umweltverschmutzung hergestellt. Dabei ist es so einfach an Faire Kleidung zu kommen, die für bessere Bedingungen und weniger Ausbeutung sorgt.

Konsum: Zentraler Punkt bei einem nachhaltigen Lebensstil ist der Gedanke an den eigenen Konsum. Was benötige ich wirklich? Wem tut mein Konsum gutes, an welchen Stellen tut mein Konsum weniger gutes? Weiterführend dann die Gedanken an das, was mich wirklich glücklich macht. Wie hängt das mit meinem Konsum zusammen?

Lebensmittel: Für Geschmack und Nachhaltigkeit sollten bevorzugt frische, saisonale und regionale Lebensmittel (bestenfalls in Bio-Qualität) in den Kochtopf wandern. Gut für die Gesundheit und die Region.

Mehrweg: Wasser aus Mehrweg sorgt für weniger Plastikmüll und weniger Verbrauch von Rohstoffen. Am besten Wasser aus der Region, da hier der CO2-Ausstoß gegenüber längeren Transportstrecken geringer ist. Wer es mag, kann auch Leitungswasser trinken, denn dieser kommt direkt ins Haus.

Dieses war der erste Streich, freut Euch auf den Zweiten.